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Veranstaltungsprogramm

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Veranstaltungen am Mittwoch, 23.08.2017

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Erfurt · Freitag, 24.03. 16:00 Uhr bis 25.03. 22:00 Uhr · Konferenz

Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung

For the past quarter of century, the European project has been trying to create a European Identity. This statement presents many questions. What is European Identity? Has the European Union been successful in producing an identity of its own? Is a European Identity even needed or desired? Could a European Identity peacefully coexist with a national Identity and vice versa?

This conference’s purpose is to spur on and continue the discussion of these complicated and perhaps unanswerable
questions.The conference is a platform where academics, practitioners and students can come together to discuss
these issues. We believe this inclusionary approach will bridge the gap between theory and practice, and help continue this much needed discussion.

This is a cooperation with the Young European Federalists Erfurt.

Registration fee: 10 Euro
Bank account details Kontoinhaber: JEF Thüringen e. V.
IBAN: DE59 8305 3030 0018 0071 12
BIC: HELADEF1JEN
Kreditinstitut: Sparkasse Jena-Saale-Holzland

Adresse:

JEF Erfurt
conference2017@jef-thueringen.eu

Link to registration: https://goo.gl/forms/N3Ca3nBxSzw5f7g43

Deadline for Registration: 28 February 2017 23:59 CET

Ansprechpartner:

Eva Nagler ()

Gotha · Freitag, 24.03. von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

1917 ist ein Schlüsseljahr der Weltgeschichte. Das lange 19. Jahrhundert endete in der Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges. Das "Zeitalter der Extreme" schloss sich an und endete 1992 mit der Auflösung der Sowjetunion.

Ein Jahrhundert nach der Revolution sind tradierte Verweise auf die "welthistorische Bedeutung der Oktoberrevolution" aus programmatischen Dokumenten linker Parteien gestrichen und der von W. I. Lenin begründeten Weltanschauungspartei "neuen Typs" eine Absage erteilt worden. Worin besteht heute die "enorme symbolische Bedeutung der Revolution für Russland und für die Welt"? Orlando Figes schloss sein Buch über "100 Jahre Revolution" mit der These: "Es wird viele Jahrzehnte dauern, bis die Russen von den sozialen Traumata und Pathologien des kommunistischen Regimes geheilt sind. Politisch gesehen mag die Revolution tot sein, aber sie lebt weiter im Geist jener Menschen, die von ihrem hundertjährigen Zyklus der Gewalt erfasst wurden."

Keineswegs war die russische Linke anfangs eine homogene Bewegung, welche nur einen alternativlosen Weg zum politischen und sozialen Systemwechsel kannte: "1917 trennten sich die Wege der marxistischen Strömungen in Rußland. Während die Bolschewiki erklärten, im Namen des Proletariats eine Diktatur zu errichten, machten sie die Arbeiterklasse zum Untertan der Partei. Ihre Kontrahenten in der SDAPR [Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands], die Menschewiki, definierten sich immer nachdrücklicher als Anhänger des demokratischen Sozialismus" (Hedeler). Sowohl W. I. Lenin als auch G. W. Plechanow beriefen sich auf Marx und Engels, hatten jedoch konträre Auffassungen über den ´richtigen` Weg zum Sozialismus.

Vortrag von und Diskussion mit
Dr. Tatjana Filimonova, Direktorin des Plechanow-Haus in St. Petersburg
Dr. Wladislaw Hedeler, Historiker und Publizist

Moderation
Henry Bernhard, Thüringen Korrespondent Deutschlandfunk

Schlusswort
Matthias Hey, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag

Adresse:

Tivoli Gotha
Am Tivoli 3
99867 Gotha

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Thal · Freitag, 24.03. von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Der unter dem Namen Kapp-Lüttwitz-Putsch bekannte Umsturzversuch kann wohl als einer der wichtigsten Zäsuren in der Geschichte der Weimarer Republik gelten. Weithin bekannt sind die Ereignisse des 13. März 1920, als General Walther von Lüttwitz am frühen Morgen an der Spitze der ihm unterstehenden Marinebrigade Ehrhardt das Berliner Regierungsviertel besetzte und seinen Mitverschwörer Wolfgang Kapp zum Reichskanzler ernannte.
Der Putschversuch wurde nach nur vier Tagen beendet. Gegen einen ausgerufenen Generalstreik, der zum Zusammenbruch der öffentlichen Dienstleistungen führte, waren die Putschisten machtlos. In Sachsen, Thüringen und dem Ruhrgebiet wurde von der starken Arbeiterbewegung wiederum versucht, den Generalstreik in eine proletarische Revolution auszuweiten.

Es ist zur Tradition geworden, sich jedes Jahr auf dem Thaler Friedhof zu versammeln, um jenen 15 Arbeitern aus Thal zu gedenken, die am 25. März 1920 von Mitgliedern des Marburger Studentenkorps bei Mechterstädt hinterrücks ermordet wurden. Ihr "Verbrechen" bestand darin, dass sie den Aufruf der damaligen Landesregierung des Freistaats Gotha vom 13. März befolgten und in Thal eine Arbeiterwehr zum Schutze ihres Heimatortes bildeten.
Neben dem Gedenken an die Ermordeten soll auch der Frage nachgegangen werden, welche Rolle dem zivilen Widerstand gegen Rechtextremismus in der Gegenwart zukommt und ob beide Dinge miteinander vergleichbar sind. Mit dem pessimistisch-satirischen Lesetheater "Alles kaputtsch!!" werden die turbulenten Ereignisse des Kapp-Putsches nochmal in Erinnerung gerufen. Welche neuen Erkenntnisse zu den damaligen Ereignissen gibt es und welche Schlussfolgerungen können daraus gezogen werden? Diesen und anderen Fragen möchten wir in der Diskussion im Nachgang an die Gedenkveranstaltung auf dem Thaler Friedhof nachgehen.

Adresse:

Heimatstube Thal
Dorfstraße 1
99843 Ruhla OT Thal

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)