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Bildung für die Zukunft – die Zukunft der Bildung

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Erfurt · Mittwoch, 03.05. von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr · Diskussionsforum

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

"Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse", heißt es im Pressekodex. Prägend für demokratische Gesellschaften ist die meinungs- und willensbildende Funktion des Journalismus. Sie erfordert Mut, nach Gründen zu fragen. Eine Aussage zu prüfen, bis herausgefunden ist, was stimmt und was nicht. Sorgfalt eben.

Fakten sind der Rohstoff des Journalismus. Ihm obliegt deren Unterscheidung, Interpretation und Prüfung. Was wahr ist, stellt sich häufig erst nach einem langen Erkenntnisprozess heraus. Besonders in sozialen Netzwerken ist es jedoch extrem schwierig festzustellen, was falsch ist und was nicht. Hier ist es fast schon normal, nur das als Fakt zu akzeptieren, was man ohnehin schon glaubt.

Emotionen wie Angst, Wut, Hass und Glaube an Religionen, politische Meinungen, das eigene Rechthaben machen dabei empfänglich für populistische Parolen. Wichtig wird, wie Menschen Fakten empfinden. Aus dem, was sie fühlen, entsteht eine andere Realität.

Journalisten arbeiten anders: Wahr ist, was sich belegen lässt. Fakten bleiben die größtmögliche Annäherung an eine objektive Wahrheit. Doch Fakten sauber und umfassend zu recherchieren, kostet Geld. Geld, dass viele Verlagshäuser nicht mehr bereit sind zu investieren.

Adresse:

Begegnungsstätte Kleine Synagoge
An der Stadtmünze 4
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Erfurt · Freitag, 05.05. von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr · Diskussionsforum

Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung

Die Franzosen haben die Wahl: Emmanuel Macron, der Pro-Europäer, François Fillon, Spitzenkandidat der Partei Les Républicains, der vor den Betrugsvorwürfen als Favorit der Wahl galt, oder am Ende doch Marine Le Pen, die Kandidatin der rechtspopulistischen Partei Front National.
Am 23. April findet der 1. Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich statt. Laut Umfragen wird voraussichtlich keiner eine absolute Mehrheit im ersten Wahlgang erzielen. Daher ist von einer Stichwahl im 2. Wahlgang, am 7. Mai auszugehen.
Nie war es so wichtig, wer in den Élysée-Palast einzieht. Vom Ausgang der französischen Präsidentschaftswahlen im Mai hängt nicht nur die Zukunft Frankreichs ab, sondern auch die der Europäischen Union. Liebäugelt Deutschlands Nachbar wirklich mit dem Systemwechsel? Oder wiederholt sich "ein altes französisches Spiel: Am Ende gewinnt immer die Republik", wie der Paris-Korrespondent der Zeit Georg Blume in der aktuellen Ausgabe der außenpolitischen Zeitschrift IP prophezeit?

Stellung zu diesen Fragen nehmen Anne Mailliet, Deutschland-Korrespondentin des Senders France 24 und Jakob von Weizsäcker, seit 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Saalfeld · Freitag, 12.05. von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr · Diskussionsforum

Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung

Seit dem 20. Januar sitzt der Immobilienmogul Donald Trump als 45. Präsident im Oval Office und hat gleich eine Reihe von Wahlversprechen umgesetzt. Per Dekret verfügte er das Ende des Transpazifischen Handelsabkommens TPP, den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko sowie von zwei umstrittenen Pipelines.

Seit seiner Amtseinführung demonstriert Trump eindrucksvoll, dass er seine Wahlkampfankündigung "America first" in die Tat umsetzen will. Trump versucht, die heimische Wirtschaft durch einen Rückfall in den Protektionismus zu stärken und gleichzeitig zu schützen.
Europa und insbesondere die Europäische Union wurden von Trump immer wieder angegriffen. Die EU sei beim Handel kein Partner, sondern ein Konkurrent. Er drohte Autobauern mit 35%- Strafzöllen, sollten diese Autos in die USA exportieren.

Die Außenpolitik Trumps ist von Kontroversen gezeichnet. Im Gegensatz zu Barack Obama griff Trump mit der Bom-bardierung eines Militärlagers in Syrien in den dortigen Konflikt aktiv ein. Über die Flüchtlingsthematik äußerte sich Trump ebenfalls abfällig. Ihm zufolge sei insbesondere die Flüchtlingskrise für den Brexit verantwortlich. Sie sei ebenso der Grund, warum in Zunft weitere Länder Großbritannien folgen könnten.
Trump bezeichnete die NATO wiederholt als "obsolet", auch wenn er diese Aussage Mitte April revidierte. Dennoch forderte er, dass die weiteren Mitgliedsstaaten ihre militärischen Ausgaben für das Bündnis erhöhen sollen.

Trumps Politik wird auf der ganzen Welt aufmerksam beobachtet. Was will Trump erreichen? Hat er langfristige Ziele? Was bedeutet seine Politik für Europa? Und wie sollten sich die europäischen Staaten in Zukunft verhalten?

Diskutieren Sie mit!

Adresse:

Schloßkapelle Saalfeld
Schloßstraße 24
07318 Saalfeld

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Erfurt · Montag, 15.05. 10:00 Uhr bis 16.05. 16:00 Uhr · Seminar

Kompetenztraining für das eigene Engagement

Die Schülervertretungsarbeit (SV) an Schulen ist oft die erste Gelegenheit für Jugendliche, sich zu engagieren und die Interessen anderer zu vertreten. Diese ersten Erfahrungen der Mitbestimmung prägen junge Menschen dauerhaft in ihrem Engagement.

SV-Arbeit funktioniert dort besonders gut, wo Engagierte die Schüler_innen unterstützen. Wir wollen im Rahmen des Seminars u.a. die Ziele von SV-Arbeit beleuchten. Außerdem die Rechte und Pflichten von Schüler_innen, die Rolle von SV-Begleiter_innen und die Rahmenbedingungen einer demokratischen Schule diskutieren. Außerdem sollen ganz praktische Beispiele für das Gelingen guter SV-Arbeit vorgestellt werden.

Wir richten uns mit unserem Angebot an SV-Verbindungslehrer_innen, Vertrauenslehrer_innen, Sozialarbeiter_innen, Referendar_innen und interes-sierte Lehrer_innen von allgemeinbildenden Schulen (nicht Grundschulen und OSZs). Also an all diejenigen, die erste Ansprechpartner_innen einer SV an der Schule sind bzw. werden wollen.

Seminarleitung: Felix Scheel, Sozialpädagoge
Mit dem Schwerpunkt außerschulische Bildung arbeitet Felix Scheel seit 2011 als selbständiger Dozent und Referent für Partizipation und Demokratiepädagogik, in der Fortbildung von Lehrer_innen und So-zialarbeiter_innen. Sein Schwerpunkt ist dabei die Schülervertretungsarbeit.

Dieses Seminar ist beim Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) als Weiterbildung gemäß § 34 ThürLbG anerkannt. Aktenzeichen: 5094-295-0348/16

Adresse:

Bildungshaus St. Ursula
Trommsdorffstraße 29
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Jena · Freitag, 19.05. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Seit Jahren steigen in Deutschland die Steuereinnahmen. Nicht erstaunlich, dass deshalb die Stimmen laut werden, die eine Senkung der Einkommenssteuer fordern. Damit würde aber vor allem der obere Teil der Einkommensskala entlastet, während kleine und mittlere Einkommen kaum profitieren würden. Gleichzeitig benötigen Deutschland und Thüringen dringend mehr öffentliche Investitionen, ob nun im Bereich Infrastruktur, erneuerbare Energien oder Bildung.

Daher müssen wir über das gesamte Steuersystem nachdenken: Wie können untere Einkommen entlastet und gleichzeitig der Staat ausreichend finanziert werden?

Wir wollen mit Ihnen darüber diskutieren, wie ein gerechtes Steuersystem der Zukunft aussehen kann: Welche Konzepte sind denkbar um Entlastung mittlerer- und unterer Einkommensschichten zu erreichen? Wie stellen wir sicher, dass mögliche Entlastungen nicht auf Kosten dringend notwendiger Investitionen geschehen? Wie kann unser progressives Steuersystem wieder eine faire Verteilung der Steuerlast ermöglichen?

Als Referenten konnten wir Lothar Binding, den finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Dr. Dietmar Molthagen, den Herausgeber der Studie Kartographie der politischen Landschaft in Thüringen gewinnen.

Wir möchten mit Ihnen und unseren Referenten über diese wichtigen Fragen ins Gespräch kommen und laden Sie herzlich ein!

Adresse:

Historisches Rathaus
Markt 1
07743 Jena

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Suhl · Dienstag, 23.05. von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr · Lesung

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Angela Marquardt zeigt in ihrem Buch, wie die Staatssicherheit Kinder und Jugendliche systematisch und skrupellos missbrauchte. Es ist aber auch eine Geschichte darüber, wie man sich von seiner Vergangenheit befreien kann.
Die Wende ist für Angela Marquardt ein Glücksfall. Durch einen Zufall gerät die junge Punkerin aus Greifswald in die Politik. In der PDS macht sie schnell Karriere, wird mit 25 stellvertretende Parteivorsitzende und später Bundestagsabgeordnete. In Berlin kann sie endlich Abstand von den schwierigen Familienverhältnissen gewinnen, aus denen sie kommt. Doch 2002 platzt die Nachricht in ihr Leben: Es sind Auszüge aus einer Stasi-Akte gefunden worden, in denen sie sich im Alter von 15 Jahren zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit verpflichtet. Während eine öffentliche Hetzjagd auf die Politikerin beginnt, versucht sie, Erinnerungen wiederzufinden. Nach Differenzen verlässt sie die PDS, tritt später in die SPD ein. Aber die Gespenster der Vergangenheit lassen sie nicht los. Als sie eines Tages zufällig jenem Mann begegnet, der früher ihr "Führungsoffizier" war, fasst sie einen Entschluss: Sie will die ganze Geschichte erzählen. Anhand ihrer Erinnerungen, ihrer eigenen Akte und anderer Dokumente rekonstruiert Angela Marquardt, was damals wirklich geschehen ist
Suhl war als Bezirkshauptstadt in der DDR ein administratives Zentrum, in dem u.a. die Bezirksleitung der SED sowie die Dienststellen der Staatssicherheit und die Offiziershochschule "Rosa Luxemburg" der Grenztruppen der DDR Arbeitgeber waren.

Adresse:

Buchhaus Suhl
Friedrich-König-Straße 22
98527 Suhl

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Erfurt · Mittwoch, 24.05. um 19:00 Uhr · Diskussionsforum

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Die Zeit des Umbruchs in den neuen Bundesländern begann mit Hoffnung und Aufbruchsstimmung. Doch schnell prägten auch Unsicherheiten, aufkommende Arbeitslosigkeit und Abwanderung das Bild. Immer noch ist dieses Image vom „grauen Osten“ in den Köpfen vieler, auch junger Menschen verhaftet. Viele junge Menschen in den neuen Bundesländern möchten dieses veraltete und klischeehafte Image hinter sich lassen und ein neues Bild vom „Osten“ entwickeln. Sie zeigen die neuen Länder als einen Teil von Deutschland, in dem etwas Neues entsteht und wo kreative Köpfe gestalten und die Welt verändern möchten. Was macht heute das Leben in Thüringen für junge Menschen lebenswert? Was verbindet sie mit Thüringen? Wir möchten ins Gespräch kommen mit jungen Menschen aus dem Freistaat, die mitmischen, mitgestalten und verändern.

MELANIE RAABE wurde in Jena geboren und verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre in Thüringen. Zunächst arbeitete sie als Journalistin, inzwischen ist sie als Schriftstellerin über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreich.

ELENA KAUFMANN wuchs in St. Petersburg auf. Nach dem Studium zog sie mit ihrem Mann Martin nach Erfurt, wo sie seit 2012 in verschiedenen Bereichen der Fotograe tätig ist. In ihrem zurzeit laufenden Kunstprojekt setzt sie sich mit dem Alltag der Erfurter Jüdischen Gemeinde auseinander.

DIANA LEHMANN, MdL und Moderatorin des Abends

Adresse:

Radio F.R.E.I.
Gotthardtstraße 21
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Greiz · Dienstag, 30.05. um 19:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Wie lebten Frauen in der DDR? Im Rückblick erscheinen sie oft wie "siebenarmige Göttinnen", die es offenbar spielend schafften Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter einen Hut zu bringen und bei alldem fröhlich durchs Leben zu gehen.

Ihnen standen viele Wege offen, da, so die offizielle Lesart, der Staat vorbildlich für "seine Frauen" sorgte. Frauen in der DDR waren aber zugleich zwischen all ihren Rollen zerrissen - wie die Heldinnen aus den Erzählungen von Brigitte Reimann oder Maxie Wander, die sich gegen die ihnen gesetzten Grenzen auflehnten, und oftmals scheiterten.

Anna Kaminsky wagt in ihrem 2016 veröffentlichten Buch einen Gesamtblick auf die Situation von Frauen in der DDR, der das politische Leben genauso ein-schließt wie das berufliche und das private. Fotografien von Barbara Köppe, Uwe Gerig, Klaus Mehner und Harald Schmitt sowie biografische Porträts werfen Schlaglichter auf die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe.

Frau Kaminsky ist in Gera geboren, in Halle und Dessau aufgewachsen und studierte angewandte Sprachwissenschaften in Leipzig. Seit 1998 ist sie Mitarbeiterin und seit 2002 Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seitdem beschäftigt sie sich mit den Themenfeldern Erinnerungspolitik, sowie Alltags- und Konsumkultur in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.

Vor diesem Hintergrund und mit gründlicher Recherchearbeit in Archiven, Statistiken, Filmen und Gesprächen, ist es ihr gelungen, das Bild der Frauen in der DDR zwischen Anspruch und Wirklichkeit nachzuzeichnen.

Adresse:

Buchhandlung Bücherwurm
Am Markt 2
07973 Greiz

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Erfurt · Samstag, 10.06. 10:00 Uhr bis 11.06. 16:00 Uhr · Seminar

Kompetenztraining für das eigene Engagement

Fragen Sie sich nach Abschluss wichtiger, anstrengender Gespräche häufiger, warum es Ihnen nicht gelungen ist, mit Ihrer Meinung Gehör zu finden? Es liegt nicht immer an der Interessen- und Machtlage und auch nicht an der Uneinsichtigkeit der "anderen". Methoden und Strategien erfolgreicher Gesprächsführung sind trainierbar und lernbar. Dieses Seminar vermittelt die grundlegenden Prinzipien der Gesprächsführung. Sie lernen Diskussionen, Debatten, Gespräche und Interviews gerade auch in schwierigen oder kritischen Situationen rhetorisch und effektiv zu gestalten.

Seminarleiter und Trainer: Dr. Ulrich Ulonska, Institut für Kommunikation und Management, Göttingen

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)