In unserer Reihe „Erfurter Hauptstadtgespräche“ bringt der Bundestagsabgeordnete Carsten Schneider politische Prominenz aus der Bundes- in die Landeshauptstadt. Im Erfurter Kaisersaal führter mit ihnen Gespräche über ihre Person und ihre politische Arbeit. Die Anwesenden dürfen natürlich mitdiskutieren. Die Friedrich-Ebert-Stiftung will damit den direkten Dialog mit der (Bundes-)Politik fördern und die Politiker den Bürgern auch als Menschen nahe bringen.
Erfurter Hauptstadtgespräche
Veranstaltungen aus dieser Reihe
Erfurter Hauptstadtgespräch: Carsten Schneider im Gespräch mit Sebastian Edathy - Nach der NSU-Mordserie: Wie weiter im Kampf gegen Rechtsextremismus?
Starke Demokratie – engagierte Demokrat/innen
Erfurter Hauptstadtgespräche
Vor einem halben Jahr wurde die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" bekannt, der mindestens 10 Menschen zum Opfer fielen. Zwar hatten Szenekenner immer wieder auf die Gewaltbereitschaft der rechtsextremen Szene hingewiesen, aber dennoch hat niemand eine solche Terrorserie für möglich gehalten. Erst recht nicht die staatlichen Organe: Weder die mit der Aufklärung der Morde befassten Polizeistellen, noch die Verfassungsschutzämter haben die Existenz einer rechtsextremen Terrorzelle erahnt. "Auch 2010 waren in Deutschland keine rechtsterroristischen Strukturen feststellbar.", heißt es im jüngsten Verfassungsschutzbericht des Bundes auf S. 57. Die nunmehr begonnenen Ermittlungen haben gravierende Versäumnisse von Behörden und Strafverfolgung aufgedeckt - nicht zuletzt in Thüringen. Gerade deshalb gibt es mittlerweile parlamentarische Untersuchungsausschüsse im Bundestag und in den Landtagen von Sachsen und Thüringen.
Schockiert von der menschenverachtenden und tödlichen Gewalt war in der öffentlichen Debatte schnell zu hören, es dürfe nach der NSU-Mordserie kein "weiter so" im Kampf gegen Rechtsextremismus geben.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein zum Erfurter Hauptstadtgespräch mit dem Vorsitzenden des Bundestags-Untersuchungsausschusses zum NSU, Sebastian Edathy. Mit ihm wollen wir über den Fortschritt der Untersuchungen und über notwendige neue Impulse für den Kampf gegen Rechtsextremismus in Deutschland und Thüringen sprechen. Sie sind herzlich dazu eingeladen!
Adresse:
Erfurter Kaisersaal
Salon Goethe (1.OG)
Futterstraße 14/15
99084 Erfurt
Ansprechpartner:
Dietmar Molthagen (erfmail@fes.de)
Gebühr:
keine
Anmeldung
Erfurter Hauptstadtgespräch: Carsten Schneider im Gespräch mit Joachim Gauck
Kultur, Medien und Zeitgeschichte
Erfurter Hauptstadtgespräche
Denk ich an Deutschland - - - werd ich um den Schlaf gebracht? Angesichts von demografischem Wandel, einem von Politik, Arbeitsmarkt und Kulturleben weitgehend abgekoppeltem untersten Fünftel der Gesellschaft, angespannten öffentlichen Haushalten, der Euro-Krise und aktuell nachlassender Konjunktur könnte man durchaus Sorgen um Deutschland bekommen.
- - - schlaf ich ruhig und gut? In unserer Gesellschaft engagiert sich jeder Zweite ehrenamtlich, wir leben in einer funktionierenden Demokratie und einem zuverlässigen Rechtsstaat. Nach wie vor ist Deutschland die stärkste Volkswirtschaft in der EU, hat leistungsfähige Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Angesichts dessen darf man nicht in die vielbeschworene "German Angst" verfallen, sondern kann Gestaltungsmöglichkeiten mutig ergreifen.
Es ist immer eine Frage der Perspektive, wie wir unsere Gegenwart sehen und deuten. Eine Perspektive wiederum gewinnt man aber nur, wenn man sich des eigenen Standpunktes bewusst ist. Als Joachim Gauck im Sommer 2010 als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten eine Welle der Sympathie und Unterstützung erlebte, dann auch deshalb, weil er seit vielen Jahren erkennbare Standpunkte hat: Als friedlicher Revolutionär, als mutiger Aufarbeiter von DDR- und Stasi-Unrecht, als klarsichtiger Kommentator von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, als Integrator von Ost und West.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich ein zum Gespräch über politische Grundfragen und aktuelle Entwicklungen mit Joachim Gauck; zum Gespräch über unsere Gegenwart und Möglichkeiten einer guten Zukunft - im politisch Großen wie im alltäglich Kleinen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am nächsten "Erfurter Hauptstadtgespräch".
Adresse:
Kaisersaal
Futterstraße 14/15
99084 Erfurt
Ansprechpartner:
Dietmar Molthagen (erfmail@fes.de)
Gebühr:
keine
Anmeldung

