Veranstaltungen am Donnerstag, 10.11.2016
Welche Industrie wollen wir? Nachhaltig produzieren - Zukunftsorientiert wachsen
Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat
Innovative Wirtschaftspolitik – gute Arbeit
Die verarbeitende Industrie in Deutschland galt in der öffentlichen Wahrnehmung gegenüber der Finanz- und Dienstleistungsbranche lange als Auslaufmodell. Gerade die neuen Bundesländer sahen sich mit massiver Deindustrialisierung, Massenarbeitslosigkeit und Bedeutungsverlusten der Gewerkschaften konfrontiert, statt sich an "blühenden Landschaften" zu erfreuen. In der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 erwies sich dieser totgesagte Industriezweig allerdings als erstaunlich robust. Die Industrie bildet mit ihrer international gesehen hohen Wertschöpfungsquote nach wie vor den eigentlichen "Kern der deutschen Wirtschaft".
Erheblich dazu beigetragen hat die lösungsorientierte Konfliktpartnerschaft von Arbeitgebern und Gewerkschaften in diesem Sektor. Arbeitsplätze wurden gesichert und eine nachhaltige Industriepolitik angesteuert. Haben wir es also mit einer reinen Erfolgsgeschichte zu tun?
Leider nicht. Angesichts der Trends demographischer Wandel und Digitalisierung muss sich die deutsche Industriepolitik strukturell wandeln. Eine zukünftige Industriepolitik muss nachhaltig sein - es geht dabei um den ökologischen Umbau der Industrie, um ein qualitatives Wirtschaftswachstum und reduzierten Ressourceneinsatz. Gute Arbeit, Work-Life-Balance, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ökologische Nachhaltigkeit werden zukünftig die Agenda dominieren. Verhindern die fehlenden betrieblichen Mitbestimmungsstrukturen die notwendige Innovationskraft in diesem Bereich?
Was bedeutet nachhaltige Modelle des Wirtschaftens für den Industriestandort Gera? Welche industriepolitischen Schwerpunkte werden zukünftig für Thüringen gesetzt?
Adresse:
Museum für Naturkunde, Barocksaal
Nicolaiberg 3
07545 Gera
Ansprechpartner:
Eva Nagler ([email protected])
Anmeldung

