Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat
Veranstaltungen zu diesem Thema
Geschlechterkampf von rechts. Konservative Familien- und Geschlechterbilder auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft?
In der Geschlechterdebatte findet gegenwärtig ein Richtungskampf statt. Auf der einen Seite kommt die dritte Welle des Feminismus ins Rollen, auf der anderen Seite mischen Männerrechtler und Antifeministen die Diskussion auf mit Thesen wie: "Das Projekt Feminismus gehört zu den Akten, die Frauen haben die Männer längst überholt." Sie beklagen die Jungen als Bildungsverlierer und die Männer als Opfer der Wirtschaftskrise und leiten daraus die These von der strukturellen Benachteiligung der Männer ab. Ihre zentrale Forderung: das Ende aller staatlichen Gleichstellungspolitik in Form der "organisierten Besserstellung des weiblichen Geschlechts". Im Kampf um die Deutungshoheit über Rollenbilder, Geschlechterpolitik und Familienpolitik kreuzen sich alte und neue Konfliktlinien - und es ist noch nicht ausgemacht, welche Strömungen sich durchsetzen werden.
Der Journalist Dr. Thomas Gesterkamp hat im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertise über die Argumentationsstrategien und Denkmuster von Männerrechtlern und konservativen Familienorganisationen verfasst. Die Expertise hat, kaum gedruckt, starke Reaktionen ausgelöst - von großer Zustimmung bis zu heller Aufregung in den dort erwähnten Gruppen und Zusammenschlüssen.
Gemeinsam mit dem Landesfrauenrat Thüringen e.V. lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Diskussion über zentrale Thesen dieser Expertise ein. Dabei wollen wir analysieren, wohin der Geschlechterdiskurs aktuell geht: Welche Argumentationsfiguren dominieren die Debatte und wie hoch ist ihr Realitätsgehalt? Welche Rollenbilder setzen sich durch? Welche Akteure geben den Ton an, wem leihen Medien und Politik ihr Ohr? Welche Entwicklungen wären wünschenswert - für Frauen und Männer?
Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.
Adresse:
Frauenzentrum "Towanda" e.V.
Wagnergasse 25
07743 Jena
Ansprechpartner:
Dietmar Molthagen (erfmail@fes.de)
Gebühr:
keine
Anmeldung
Generationensolidarität statt Konflikt - Mitbestimmung der Altersgruppen auf kommunaler Ebene
Sehr geehrte Damen und Herren,
Demokratie erfordert Beteiligung. Sie ist keine Staatsform, die Passivität zulässt. Im Gegenteil. Passivität wird im demokratischen System bestraft. Die Hauptform der Beteiligung im demokratischen System sind Wahlen auf allen Ebenen, bei denen Reprä-sentanten der Bürgerinnen und Bürger für einen bestimmten Zeitraum gewählt werden.
Doch neben den Wahlen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich zu beteiligen: Durch Bürgerinitiativen, Volksbegehren, in Parteien, Gewerkschaften oder in Beiräten. In den letzten Jahren sind viele Beiräte mit mehr oder weniger Einfluss auf kommunaler Ebene entstanden, die bestimmte Personengruppen mehr Gehör verschaffen sollen. Dies betrifft vor allem Senioren und jüngere Menschen. Gelegentlich wird kritisiert, dass diese Beiräte Partikularinteressen vertreten und nicht ausreichend demokratisch legitimiert seien.
Stimmt dies oder lässt sich diese Kritik entkräften? Wie können Jugend- und Seniorenbeiräte zu mehr Generationensolidarität und einem besseren Miteinander beitragen? Was kann die Politik machen, um dies zu fördern?
Dies sind Fragen, die wir bei dieser Veranstaltung besprechen wollen. Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Dis-kussion zu beteiligen.
Adresse:
Café Nerly
Marktstraße 6
99084 Erfurt
Ansprechpartner:
Severin Schmidt (erfmail@fes.de)
Gebühr:
keine
Anmeldung
Arme Region = arme Kinder? Anforderungen an einen sachgerechten Kinderschutz
Sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten Jahren hat sich der Fokus der Öffentlichkeit verstärkt auf den Kinderschutz gerichtet. Fälle wie der tragische Tod des Kleinkindes Kevin in Bremen haben für Erschütterung in weiten Teilen der Gesellschaft gesorgt. Immer wieder gerieten bei diesen Fällen Jugendämter und andere staatliche Stellen in die Kritik.
Die Frage nach einem effektiven und angemessenen Kinderschutz ist längst zu einem Politikum geworden. In diesem Zusammenhang wird auch diskutiert, wie diese Stellen ihre Arbeit trotz begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen zielgenauer gestalten können.
Bei dieser Podiumsdiskussion sollen u.a. die Fragen gestellt werden
· wie Kindeswohlgefährdung erkannt werden kann,
· wie die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen sind,
· wie die Qualität der Arbeit trotz leerer öffentli-cher Kassen gesichert ist,
· wie die Beratung in Zukunft aussehen muss?
Sie sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.
Adresse:
Reha Klinik am Kyffhäuser
für Kinder und Jugendliche
An der Wipper 12
06567 Bad Frankenhausen
Ansprechpartner:
Severin Schmidt (Erfmail@fes.de)
Gebühr:
k.A.
Anmeldung