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Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Veranstaltungen zu diesem Thema

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Jena · Freitag, 19.05. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Seit Jahren steigen in Deutschland die Steuereinnahmen. Nicht erstaunlich, dass deshalb die Stimmen laut werden, die eine Senkung der Einkommenssteuer fordern. Damit würde aber vor allem der obere Teil der Einkommensskala entlastet, während kleine und mittlere Einkommen kaum profitieren würden. Gleichzeitig benötigen Deutschland und Thüringen dringend mehr öffentliche Investitionen, ob nun im Bereich Infrastruktur, erneuerbare Energien oder Bildung.

Daher müssen wir über das gesamte Steuersystem nachdenken: Wie können untere Einkommen entlastet und gleichzeitig der Staat ausreichend finanziert werden?

Wir wollen mit Ihnen darüber diskutieren, wie ein gerechtes Steuersystem der Zukunft aussehen kann: Welche Konzepte sind denkbar um Entlastung mittlerer- und unterer Einkommensschichten zu erreichen? Wie stellen wir sicher, dass mögliche Entlastungen nicht auf Kosten dringend notwendiger Investitionen geschehen? Wie kann unser progressives Steuersystem wieder eine faire Verteilung der Steuerlast ermöglichen?

Als Referenten konnten wir Lothar Binding, den finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Dr. Dietmar Molthagen, den Herausgeber der Studie Kartographie der politischen Landschaft in Thüringen gewinnen.

Wir möchten mit Ihnen und unseren Referenten über diese wichtigen Fragen ins Gespräch kommen und laden Sie herzlich ein!

Adresse:

Historisches Rathaus
Markt 1
07743 Jena

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Greiz · Dienstag, 30.05. um 19:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Wie lebten Frauen in der DDR? Im Rückblick erscheinen sie oft wie "siebenarmige Göttinnen", die es offenbar spielend schafften Berufstätigkeit, Mutterschaft und Emanzipation unter einen Hut zu bringen und bei alldem fröhlich durchs Leben zu gehen.

Ihnen standen viele Wege offen, da, so die offizielle Lesart, der Staat vorbildlich für "seine Frauen" sorgte. Frauen in der DDR waren aber zugleich zwischen all ihren Rollen zerrissen - wie die Heldinnen aus den Erzählungen von Brigitte Reimann oder Maxie Wander, die sich gegen die ihnen gesetzten Grenzen auflehnten, und oftmals scheiterten.

Anna Kaminsky wagt in ihrem 2016 veröffentlichten Buch einen Gesamtblick auf die Situation von Frauen in der DDR, der das politische Leben genauso ein-schließt wie das berufliche und das private. Fotografien von Barbara Köppe, Uwe Gerig, Klaus Mehner und Harald Schmitt sowie biografische Porträts werfen Schlaglichter auf die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe.

Frau Kaminsky ist in Gera geboren, in Halle und Dessau aufgewachsen und studierte angewandte Sprachwissenschaften in Leipzig. Seit 1998 ist sie Mitarbeiterin und seit 2002 Geschäftsführerin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seitdem beschäftigt sie sich mit den Themenfeldern Erinnerungspolitik, sowie Alltags- und Konsumkultur in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.

Vor diesem Hintergrund und mit gründlicher Recherchearbeit in Archiven, Statistiken, Filmen und Gesprächen, ist es ihr gelungen, das Bild der Frauen in der DDR zwischen Anspruch und Wirklichkeit nachzuzeichnen.

Adresse:

Buchhandlung Bücherwurm
Am Markt 2
07973 Greiz

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)