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Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Veranstaltungen zu diesem Thema

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Erfurt · Mittwoch, 03.05. von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr · Diskussionsforum

"Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse", heißt es im Pressekodex. Prägend für demokratische Gesellschaften ist die meinungs- und willensbildende Funktion des Journalismus. Sie erfordert Mut, nach Gründen zu fragen. Eine Aussage zu prüfen, bis herausgefunden ist, was stimmt und was nicht. Sorgfalt eben.

Fakten sind der Rohstoff des Journalismus. Ihm obliegt deren Unterscheidung, Interpretation und Prüfung. Was wahr ist, stellt sich häufig erst nach einem langen Erkenntnisprozess heraus. Besonders in sozialen Netzwerken ist es jedoch extrem schwierig festzustellen, was falsch ist und was nicht. Hier ist es fast schon normal, nur das als Fakt zu akzeptieren, was man ohnehin schon glaubt.

Emotionen wie Angst, Wut, Hass und Glaube an Religionen, politische Meinungen, das eigene Rechthaben machen dabei empfänglich für populistische Parolen. Wichtig wird, wie Menschen Fakten empfinden. Aus dem, was sie fühlen, entsteht eine andere Realität.

Journalisten arbeiten anders: Wahr ist, was sich belegen lässt. Fakten bleiben die größtmögliche Annäherung an eine objektive Wahrheit. Doch Fakten sauber und umfassend zu recherchieren, kostet Geld. Geld, dass viele Verlagshäuser nicht mehr bereit sind zu investieren.

Adresse:

Begegnungsstätte Kleine Synagoge
An der Stadtmünze 4
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Suhl · Dienstag, 23.05. von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr · Lesung

Angela Marquardt zeigt in ihrem Buch, wie die Staatssicherheit Kinder und Jugendliche systematisch und skrupellos missbrauchte. Es ist aber auch eine Geschichte darüber, wie man sich von seiner Vergangenheit befreien kann.
Die Wende ist für Angela Marquardt ein Glücksfall. Durch einen Zufall gerät die junge Punkerin aus Greifswald in die Politik. In der PDS macht sie schnell Karriere, wird mit 25 stellvertretende Parteivorsitzende und später Bundestagsabgeordnete. In Berlin kann sie endlich Abstand von den schwierigen Familienverhältnissen gewinnen, aus denen sie kommt. Doch 2002 platzt die Nachricht in ihr Leben: Es sind Auszüge aus einer Stasi-Akte gefunden worden, in denen sie sich im Alter von 15 Jahren zur Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit verpflichtet. Während eine öffentliche Hetzjagd auf die Politikerin beginnt, versucht sie, Erinnerungen wiederzufinden. Nach Differenzen verlässt sie die PDS, tritt später in die SPD ein. Aber die Gespenster der Vergangenheit lassen sie nicht los. Als sie eines Tages zufällig jenem Mann begegnet, der früher ihr "Führungsoffizier" war, fasst sie einen Entschluss: Sie will die ganze Geschichte erzählen. Anhand ihrer Erinnerungen, ihrer eigenen Akte und anderer Dokumente rekonstruiert Angela Marquardt, was damals wirklich geschehen ist
Suhl war als Bezirkshauptstadt in der DDR ein administratives Zentrum, in dem u.a. die Bezirksleitung der SED sowie die Dienststellen der Staatssicherheit und die Offiziershochschule "Rosa Luxemburg" der Grenztruppen der DDR Arbeitgeber waren.

Adresse:

Buchhaus Suhl
Friedrich-König-Straße 22
98527 Suhl

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Erfurt · Mittwoch, 24.05. um 19:00 Uhr · Diskussionsforum

Die Zeit des Umbruchs in den neuen Bundesländern begann mit Hoffnung und Aufbruchsstimmung. Doch schnell prägten auch Unsicherheiten, aufkommende Arbeitslosigkeit und Abwanderung das Bild. Immer noch ist dieses Image vom „grauen Osten“ in den Köpfen vieler, auch junger Menschen verhaftet. Viele junge Menschen in den neuen Bundesländern möchten dieses veraltete und klischeehafte Image hinter sich lassen und ein neues Bild vom „Osten“ entwickeln. Sie zeigen die neuen Länder als einen Teil von Deutschland, in dem etwas Neues entsteht und wo kreative Köpfe gestalten und die Welt verändern möchten. Was macht heute das Leben in Thüringen für junge Menschen lebenswert? Was verbindet sie mit Thüringen? Wir möchten ins Gespräch kommen mit jungen Menschen aus dem Freistaat, die mitmischen, mitgestalten und verändern.

MELANIE RAABE wurde in Jena geboren und verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre in Thüringen. Zunächst arbeitete sie als Journalistin, inzwischen ist sie als Schriftstellerin über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreich.

ELENA KAUFMANN wuchs in St. Petersburg auf. Nach dem Studium zog sie mit ihrem Mann Martin nach Erfurt, wo sie seit 2012 in verschiedenen Bereichen der Fotograe tätig ist. In ihrem zurzeit laufenden Kunstprojekt setzt sie sich mit dem Alltag der Erfurter Jüdischen Gemeinde auseinander.

DIANA LEHMANN, MdL und Moderatorin des Abends

Adresse:

Radio F.R.E.I.
Gotthardtstraße 21
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)