Veranstaltungskalender

1970
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 
14151617181920
21222324252627
28293031123
45678910
11121314151617

Veranstaltungsprogramm

Quartalsprogramm der FES als PDF

Verteiler

Verteiler

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Veranstaltungen zu diesem Thema

Alle Veranstaltungen

Erfurt · Freitag, 01.09. von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr · Ausstellungseröffnung

Nechama Levendel aus dem israelischen Künstlerdorf Ein Hod ist eine reisende Künstlerin, eine Nomadin, die Länder und Kontinente durchquert, um sich mit ihren Kulturen auseinander zu setzten. Ihre Reisen sind immer für das Studium und das Erforschen bestimmt, aus denen sich ihre Kunst entwickelt.

Im Zentrum von Levendels Werk steht das Buch. Sie sammelt ausrangierte Bücher, die als nutzlose Gegenstände weggeworfen oder in Flohmärkten und Abfallhaufen gefunden wurden. Enzyklopädien, Geschichts- und Geographiebücher, Biographien, Fiktion und Kinderbücher sind Rohstoffe, aus denen sie ihre Kunstwerke konstruiert.

Inspiriert von Heinrich Heine, fühlt Levendel eine tiefe Wertschätzung für das Buch und seine komplexe Bedeutung als Fundament der Kultur und als zentrales Mittel zur Verbreitung von Wissen – des Überbrückens und Verbindens als multidisziplinäres Textbuch des philosophischen und geistlichen Wertes von Wissen – das menschliche spirituelle Archiv. Dennoch demontiert sie die physische Ganzheit der Bücher. In Levendels Werk geht das Buch durch die Zerstörung – es wird vollständig zerlegt und zerrissen. Irgendwann erlebt es einen Prozess der Erneuerung – noch einmal ist es erbaut und zusammengefügt.

Die Verwendung von Büchern aus verschiedenen Zivilisationen, Sprachen und Inhalten drückt ihr tief verwurzeltes Bedürfnis aus, zwischen Kulturen zu verbinden, Brücken zu schlagen und den Außenseiter und die Anderen zu akzeptieren.

Nechama Levendel - Beladene Bücher
1. - 9. September 2017

Ausstellungseröffnung am 1. September 2017, 17:00 Uhr

Die israelische Künstlerin Nechama Levendel im Gespräch mit der Journalistin Blanka Weber.
Grußwort von Dr. Babette Winter, Staatsekretärin für Kultur und Europa.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Achava Festspiele Thüringen und Bilder Bethge Erfurt.

Adresse:

Bilder Bethge
Meister-Eckehart-Straße 4
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Nordhausen · Mittwoch, 13.09. von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr · Lesung

Mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall wird immer noch um einen angemessenen Umgang mit den Folgeschäden der SED-Diktatur gestritten. Mit den Gesetzen zur Bereinigung von SED-Unrecht, die Rehabilitierungsgesetze, wurde der erste Schritt zur Aufarbeitung vollzogen. Dennoch üben zahlreiche Opferverbände Kritik an zu geringen Rentenzahlungen, Defiziten in den Anerkennungsverfahren von haft- und verfolgungsbedingten Gesundheitsschäden und gesellschaftlichen Verharmlosungstendenzen.
Im Buch "Verborgene Wunden" wird eine umfassende Einordnung der Spätfolgen politischer Trau-matisierung in der ehemaligen DDR vorgenommen. Namhafte Expert_innen äußern sich hier zu Problemen der aktuellen Praxis psychischer Traumafolgestörungen sowie zu Besonderheiten der Behandlung im Bereich psychoanalytischer Therapie, Verhaltenstherapie und alternativer Traumatherapiemethodik. Erstmals werden die Auswirkungen politischer Verfolgung auf die Familie und die Nachkommen der Opfer in den Fokus der Betrachtung gerückt.

Dr. Karl-Heinz Bomberg ist praktizierender Arzt für psychosomatische Medizin Berlin. Er befasst sich mit psychischen Traumafolgestörungen. Er kann zudem aus eigener Erfahrung aus seiner Zeit vor, während und nach der Haft in einem DDR-Gefängnis berichten. 27 Jahre nach dem Fall der Mauer sieht er mit Abstand auf die Vergangenheit zurück. Humorvoll vergleicht er beispielsweise seinen Beruf mit dem eines Stasi-Offiziers: "Beide können gut hören. Der eine zu und der andere ab."

Unterstützt wird er dabei von der Musik- und Theaterpädagogin Erika Kunz, die auch einen Beitrag zu dem Buch beisteuerte.

Sie sind sehr herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Adresse:

Stadtbibliothek "Rudolf Haselstange"
Lese-Cafè
Nikolaiplatz 1
99734 Nordhausen

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Meiningen · Freitag, 15.09. von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr · Lesung

Ein raffiniertes System von Schutzbriefen und Kollektivpässen war es, das ihnen die Ausreise nach Palästina ermöglichte. Seit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht im März 1944 waren die ungarischen Juden der Mordmaschinerie Adolf Eichmanns ausgeliefert. Doch im Sommer 1944 wurde das Glashaus, ein ehemaliges Büro- und Wohngebäude in Budapest, zum Schauplatz dramatischer Ereignisse.
Dort hatte der Schweizer Vizekonsul Carl Lutz eine Abteilung mit der nüchternen Bezeichnung "Auswanderungssektion" eingerichtet und zusammen mit ungarischen Widerstandskämpfern gelang es ihm, über 60 000 Menschen vor den Vernichtungslagern zu bewahren. Den Verdienst an dieser Rettungsaktion schrieb die Nachwelt dem Schweden Raoul Wallenberg zu, Carl Lutz wurde zum "vergessenen Helden".
Erika Rosenberg hat sich auf Spurensuche begeben, in Budapest und in der Schweiz, hat Zeitzeugen des Holocaust befragt und die historischen Hintergründe recherchiert. Man ist wieder mittendrin in der dunklen Zeit und wird doch auftauchen mit dem Gefühl einem "guten Menschen" begegnet zu sein. Prof. Rosenberg wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und Austrian Holocaust Award ausgezeichnet

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der vhs "Eduard Weitsch" Schmalkalden-Meiningen statt.
.

Adresse:

vhs "Eduard Weitsch" Schmalkalden-Meiningen
Klostergasse 1
98617 Meiningen

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Erfurt · Donnerstag, 28.09. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Adresse:

Erfurter Zentrum für Sprachen und Integration – EZSI
Anger 39 – 40
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)