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Veranstaltungen am Samstag, 31.03.2012

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Erfurt · Donnerstag, 12.04. von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr · Lesung

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

"Als der moderne Mensch die Bühne der Neuzeit betrat, tat er es mit großer Geste: erhobenen Hauptes, taten- und erkenntnisdurstig, durch und durch Akteur. Im Erwachen aus seiner vormodernen Existenz hatte ihm zu dämmern begonnen, wozu er fähig war: zur Umgestaltung der Welt nach seinen Plänen und nach seinem Willen. - So sind wir es gewohnt, uns den Beginn der Moderne vorzustellen. Wie nun aber, wenn alles ganz anders war? Am Ende des Mittelalters, mit dem Niedergang der Ewigkeitshoffnung, wird das Leben als biologische Lebensspanne entdeckt. Das Leben wird buchstäblich zur einzigen und letzten Gelegenheit, zum Schauplatz der Anhäufung von Lebenskapital. Sicherheit und Beschleunigung werden zur vordringlichen Aufgabe der Weltverbesserung." (Primus Verlag)

"Je schneller wir laufen, desto weniger Zeit haben wir" - so könnte das Fazit aus Marianne Gronemeyers Buch "Das Leben als letzte Gelegenheit" lauten. Sie malt drei Stoßrichtungen der Anstrengungen moderner Menschen auf: sie verfolgen das Ziel, das eigene Leben sicherer, schneller und überschaubarer zu machen. Gronemeyer schreibt über die Bedeutung und die Spannungen einer derartigen Lebensführung und attestiert ihr das genaue Gegenteil des Gewollten: Zeitknappheit, Unsicherheit und Fremdheit.
Diese Faktoren einer versuchten, in der Praxis aber oft scheiternden Lebensoptimierung haben individuelle Folgen, wirken sich aber auch auf das politische und soziale Leben unserer Gesellschaft aus. Wir laden Sie herzlich ein, über die Gegenwartsanalyse und gesellschaftspolitische Zukunftsperspektiven mit der Autorin und miteinander zu diskutieren.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Jan Müller ([email protected])

Gebühr:

keine