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Dienstag, 12.06. von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Götz Aly: Fromms - Wie der jüdische Kondomfabrikant Julius F. unter die deutschen Räuber fiel

Die Schicksale der Firma "Fromms Act", ihres Gründers Julius Fromm und seiner Familie führen mitten in die politische Sittengeschichte der Deutschen.

Götz Aly und Michael Sontheimer erzählen, wie der Sohn armer jüdischer Einwanderer 1923 mit der Massenproduktion von Kondomen begann und sie in Deutschland durchsetzte. Hermann Göring ließ 1938 die florierende Firma seiner Patentante zukommen. Fromms Vermögen überführten deutsche Beamte in Hitlers Kriegskasse.

Er und die meisten seiner Familie überlebten den Holocaust - über den Globus verstreut. Nach dem Krieg vereinnahmten deutsche Kommunisten die arisierten Fabriken als Volkseigentum.

Veranstaltungsort:Erfurt
Adresse:Caf� Nerly
Marktstraße 6
99084 Erfurt
Ansprechpartner:Severin Schmidt ([email protected])
Gebühr:keine Angabe
Veranstaltungsprogramm:PDF
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Freitag, 15.06. von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Das Europäische Sozialmodell: Wirksame soziale Flankierung der Globalisierung?

Seit 2004 gehören Polen und Tschechien der Europäischen Union (EU) an. Beide Länder haben seit 1989 sich wirtschaftlich, politisch und sozial tiefgreifend verändert. Diese Veränderungen waren schon frühzeitig durch die Absicht der Länder gekennzeichnet, in die EU aufgenommen zu werden. Die wirtschaftliche Leistungs-fähigkeit und auch die politischen Traditionen weichen jedoch noch ab von den bisherigen Mitgliedstaaten. Deshalb soll in dem Kolloquium der Frage nachgegangen werden: Geht nach wie vor ein wirtschaftlicher, sozialer und politischer Riss durch das einst geteilte und nun vereinte Europa? Oder ist Europa auf dem Wege, zu einem einheitlichen Sozialraum zu werden, in dem auch Polen und Tschechien an wirtschaftlicher und sozialer Leistungs-fähigkeit den anderen Mitgliedstaaten gleich sind? Eine Referentin und Referenten aus Polen, Tschechien und Deutschland werden sich dieser Frage aus unterschiedlichen Blickwinkeln annehmen. Sie wollen die politische Ausgangsbedingungen erkunden, die wirtschaftliche Lage beschreiben, die sozialen Herausforderungen benennen und die Zukunftsperspektiven eines sozialen Europas unter dem Eindruck der in Polen und Tschechien gewonnenen Erfahrungen zu formulieren versuchen.

Bitte informieren Sie sich und diskutieren Sie mit!

Veranstaltungsort:Jena
Adresse:Gebäude des ehemaligen Oberlandesgerichtes
Seminarraum 1
August-Bebel-Straße 4
07743 Jena
Ansprechpartner:Michael Schultheiß ([email protected])
Gebühr:15.00 Euro
Veranstaltungsprogramm:PDF
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Mittwoch, 20.06. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Bürger reden mit beim Geldausgeben! - Zum Einstieg in den Bürgerbeteiligungshaushalt in Erfurt und anderen Thüringer Städten

Als eine Form der Bürgerbeteiligung gibt es seit einigen Jahren in einigen Städten Deutschlands den sogenannten Bürgerhaushalt oder Bürgerbeteiligungshaushalt: Den Bürgern wird die Möglichkeit gegeben im Rahmen der verfügbaren Finanzmittel Vorschläge zu machen, wie Gelder umgeschichtet und neue, gewünschte Maßnahmen durchgeführt werden können. Diese Vorschläge gehen an den Stadtrat, der dann entscheidet, was aufgenommen werden kann. Mit anderen Worten: Die Bürger können nur Vorschläge machen, sie haben kein selbständiges Entscheidungsrecht. Dennoch wird durch den Prozess die Kenntnis der Bürger über den Haushalt als Grundlage der städtischen Arbeit und Leistung erhöht, die Transparenz der Entscheidungsfindung wird erhöht. Bis dies tatsächlich wirksam wird, ist einige Anlaufzeit notwendig, aber diese Zeit ist jetzt in Erfurt, Jena, Gotha, Eisenach, Suhl, der Gemeinde Westhausen und dem Landkreis Nordhausen angelaufen.

In Erfurt wird es jetzt konkret: Die Stadt hat als ersten Schritt eine Informationsbroschüre herausgegeben, die ausführlich aber in verständlicher Form über den städtischen Haushalt informiert. Sie wird in Juni auch Bürgerversammlungen abhalten, die den Diskussionsprozess beginnen sollen. Ein solches Verfahren wird aber kaum gelingen, wenn sich Bürger nur individuell beteiligen. Deshalb ist es notwendig, dass politischer Parteien, Interessenverbände und die städtische Zivilgesellschaft insgesamt eine Vermittlerrolle übernimmt. Wie dies geschehen kann, soll bei der Veranstaltung diskutiert werden. Erfahrungen aus dem Berliner Bezirk Lichtenberg, in dem der Prozess schon weit fortgeschritten ist, sollen als Beispiel dienen.

Kommen Sie zu unserer Diskussion und helfen Sie mit, dass mehr demokratische Beteiligung der Bürger gelingen kann!

Eine Veranstaltung der KommunalAkademieOst.

Veranstaltungsort:Erfurt
Adresse:ComCenter im Haus der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt
Ansprechpartner:Michael Schultheiß ([email protected])
Gebühr:keine
Veranstaltungsprogramm:PDF
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Dienstag, 26.06. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Längeres Leben - Veränderte Politik : Seniorenpolitik in Thüringen

Die Menschen in Deutschland und in Thüringen werden älter. Dies ist eine erfreuliche Tatsache, die unser gesellschaftliches Leben verändern wird.

Um eine Beteiligung älterer Menschen an  der Gesellschaft zu ermöglichen, muss die Politik Rahmenbedingungen dafür schaffen.

Was für Rahmenbedingungen müssen durch die Kommunen und den Freistaat geschaffen werden?

Welche Interessen haben Seniorinnen und Senioren bei der Gestaltung ihres Umfeldes?

Wie können die Generation zukünftig zusammenleben und sich gegenseitig stärken?

Wie kann Engagement im Alter gestärkt werden?

Dies sind einige der Fragen, die am 26. Juni ab 18.00 Uhr diskutiert werden!
Dazu laden wir Sie herzlich ein!

Veranstaltungsort:Erfurt
Adresse:ComCenter im Haus der Landesentwicklungsgesellschaft
Mainzerhofstraße 12
99084 Erfurt
- Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei -
Ansprechpartner:Severin Schmidt ([email protected])
Gebühr:keine Angabe
Veranstaltungsprogramm:PDF
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Donnerstag, 12.07. von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr

Wie links wird Südamerika? Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen am Beispiel Boliviens mit Evo Morales

In den wichtigsten Ländern Südamerikas wurden in den letzten Jahren linke Staatsführer gewählt, wie die eher gemäßigt-sozialdemokratischen Lula da Silva in Brasilien, Kirchner in Argentinien, Garcia in Peru und Bachelet in Chile, oder die eher radikal-populistischen Hugo Chaves in Venezuela und Evo Morales in Bolivien. Ist das ein Zeichen, dass der Kontinent sich zunehmend von der neo-liberal orientierten Globalisierung abkoppelt, eigene Wege geht und damit auch der globalen Wirtschaft neue Orientierungen gibt? Oder ist es der hilflose Versuch armer Länder die Massen zu befriedigen, der doch nur mehr Isolation auf dem Weltmarkt und damit noch mehr Armut bringt? Diese Fragen müssen sicher sehr differenziert für die einzelnen Länder beantwortet werden. Ob sich dennoch ein nachhaltiger Politikwandel anbahnt, mit Ansätzen einer stärkeren Interessenvertretung armer Länder, bleibt eine allgemeine Frage.

Willi Haan, der Landesvertreter der FES in Bolivien, wird ausführlich auf die Erfahrungen in "seinem" Lande eingehen und untersuchen, welche Ziele und tatsächlichen Folgen die Politik von Evo Morales hat, im Lande selbst und im Verhältnis zu den Nachbarländern. Da er aber auch andere Länder des Kontinents aus eigener Erfahrung kennt, wird er auch etwas über die allgemeine Entwicklung in Lateinamerika sagen. Wird der Kontinent sich stärker auf dem Weltmarkt und besonders auch gegenüber den USA behaupten können?

Machen Sie mit bei einer spannenden Diskussion!

Veranstaltungsort:Erfurt
Adresse:Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
D-99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10
Ansprechpartner:Michael Schultheiß ([email protected])
Gebühr:keine
Veranstaltungsprogramm:PDF
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