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Weimar und die Republik

Das Projekt

Der erste auf deutschem Boden errichtete demokratische Staat trägt den Namen einer Stadt in Thüringen: Als WEIMARER REPUBLIK ging er in die Geschichte ein.

Dies liegt daran, dass in Frühjahr1919 die im Januar gewählte Nationalversammlung sich im Deutschen Nationaltheater in Weimar traf, um die neue Verfassung des Deutschen Reiches zu beraten und zu beschließen - die erste demokratische Verfassung, die tatsächliche Gesetzeskraft erlangte, wurde in der Stadt der Klassiker entwickelt. In der gleichen Zeit und am gleichen Ort wurde der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei, Friedrich Ebert, der dem nach der Revolution vom November 1918 gebildeten Rat der Volksbeauftragten vorgesessen hatte, zum Reichspräsidenten, zum ersten demokratisch gewählten Staatsoberhaupt Deutschlands.

Die WEIMARER REPUBLIK hat nur vierzehn Jahre gedauert, und nach ihr begann die schrecklichste Periode der deutschen Geschichte. Sie wurde als �Demokratie ohne Demokraten� bezeichnet und ihre Verfassung wurde für ihr Scheitern mitverantwortlich gemacht - ihre Gründer fanden viel Kritik, bis zur bitteren Verleumdung. Dennoch hat diese Republik nicht nur politisch, sondern auch sozial und kulturell die freiheitliche Tradition in Deutschland begründet: Vom Frauenwahlrecht bis zu Arbeitnehmer-Schutzrechten (8-Stunden-Tag!) geht vieles, was heute selbstverständlich ist, auf die Weimarer Verfassung zurück. Und eine neue, �moderne� Kultur erfuhr in dieser Republik eine beispiellose Blüte, wobei ein guter Teil der Impulse wieder von Weimar ausging: Auch im Frühjahr 1919 wurde das Staatliche Bauhaus Weimar gegründet.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung will an diese Traditionen erinnern. Wir meinen, dass dies besonders auch an der Geburtsstätte der Republik, in Weimar, geschehen soll. Die Nationalversammlung und ihre handelnden Personen sollen nicht gefeiert, aber gewürdigt werden. Wir wollen untersuchen und reflektieren, wie die damals begründeten Traditionen die politische Kultur und das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland beeinflusst haben.
Wir wollen Menschen, auch solche, die sich in unserer demokratischen Ordnung nicht immer gerecht vertreten fühlen, mit dem schwierigen und komplizierten Weg der Demokratie in Deutschland vertraut machen.

Bitte machen Sie mit!

Das Programm dieser Veranstaltungsreihe für Februar 2007 können Sie auch als PDF  Gesamtprogramm Februar 2007.pdf herunterladen.

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Friedrich-Ebert-Stiftung · Landesb�ro Th�ringen · Nonnengasse 11 · 99084 Erfurt · 0361 / 59 80 20