Veranstaltungen am Freitag, 22.10.2010
Lesung: "Meine Sprache wohnt woanders"
Kultur, Medien und Zeitgeschichte
Wie lebt man als Deutsche jüdischen Glaubens in Israel? Welche Prägung folgt daraus, dass die eigene Familie den Holocaust erlebt und überlebt hat? Und welche Gedanken entspringen den Erfahrungen, die man jeweils gut 30 Jahre in Deutschland und in Israel gemacht hat?
Die Autorin Lea Fleischmann Sie hat Ihre Erfahrun-gen in einem Buch zusammengefasst, die das Leben in zwei Ländern schildern, deren Geschichte durch die deutschen Verbrechen an den europäischen Juden unauflöslich miteinander verbunden sind. Aber auch zwei Länder, die in der jüngeren Vergangenheit politisch gut und eng zusammengearbeitet haben. Ausgehend von ihren Erfahrungen, wollen wir diskutieren, welche Bilder von Deutschland und Israel in dem jeweils anderen Land vorherrschen, wie das Verhältnis von Menschen verschiedenen Glaubens in der Gegenwart in beiden Ländern einzuschätzen ist und welche Perspektiven für den deutsch-israelischen und für den christlich-jüdischen Dialog bedeutsam sind. Sie sind herzlich zu der Lesung und anschließenden Diskussion eingeladen.
Lea Fleischmann wurde 1947 als Kind jüdischer Eltern in Ulm geboren, war später Lehrerin in Hessen und lebt seit 1979 in Israel. Sie wird aus ihrem Buch "Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel" lesen und dabei über ihre Kinder- und Jugendzeit nachdenken, darlegen, warum sie Deutschland verlassen hat, und aus Ihrem Leben in Israel berichten.
Eine Veranstaltung im Rahmen der 18. Jüdisch-Israelischen Kulturtage in Kooperation mit dem Förderverein Alte und Kleine Synagoge Erfurt e.V.
Adresse:
Stadtmuseum Gera
Museumsplatz 1
07545 Gera
Ansprechpartner:
Dr. Dietmar Molthagen ([email protected])
Gebühr:
keine
Anmeldung
