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Veranstaltungen am Montag, 15.06.2015

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· Freitag, 19.06. von 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr · Lesung

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Willy Brandt ist einer der herausragenden deutschen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. Geboren 1913 in Lübeck und aufgewachsen in der Arbeiterbewegung, engagierte er sich schon als Jugendlicher politisch. Brandt war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und ging deshalb 1933 ins Exil nach Norwegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Willy Brandt nach Deutschland zurück, um am Wiederaufbau der Demokratie mitzuwirken. In Berlin begann sein politischer Aufstieg in der SPD.
1969 wurde Willy Brandt als erster Sozialdemokrat in Bonn zum Bundeskanzler gewählt. Seine neue Ost- und Deutschlandpolitik leitete die Normalisierung der Beziehungen der Bundesrepublik mit ihren östlichen Nachbarn ein und suchte die Aussöhnung mit den Völkern Osteuropas. 1971 wurde Brandt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
Willy Brandts ältester Sohn Peter erinnert sich in seinem Buch "Mit anderen Augen" an seinen Vater als Politiker und Privatmann, der noch in den 1980er-Jahren eine der umstrittensten Persönlichkeiten in Deutschland war. Und er schreibt über das "liebevolle, aber nicht ganz einfache Verhältnis zweier sperriger Menschen".
Peter Brandt verbindet die familieninterne Sicht mit dem analytischen Blick des Historikers. So entstand zum 100. Geburtstag von Willy Brandt am 18. De-zember 2013 keine Biographie im herkömmlichen Sinne - sondern ein Essay, der Privates und Politi-sches gemeinsam deutet und bislang weniger bekannte Züge dieser Jahrhundertgestalt mit kritischer Zuneigung herausarbeitet.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Paul Pasch ([email protected])

Gebühr:

keine