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Unsere letzten 5 Veranstaltungen

Erfurt · Gestern von 18:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Am 29. April 2017 starb der Dichter und Politiker Hans-Jürgen Döring. Über 25 Jahre prägte er als Landtagsabgeordneter und Politiker der SPD die Landespolitik maßgeblich mit. Vor allem als kultur- und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag setzte er sich wie kein anderer für kulturelle Belange über alle künstlerischen Sparten hinweg ein.

Seit 2014 war Hans-Jürgen Döring Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller in Thüringen. Als Dichter veröffentlichte er zwei Gedichtbände; ein dritter erscheint aus seinem Nachlass anlässlich der Gedenkveranstaltung am 22. August 2017 und ist vor der Veranstaltung gegen eine kleine Schutzgebühr erhältlich.

Die Veranstaltung eröffnet Uwe Höhn, stellvertretender Landtagspräsident und über lange Jahre politischer Weggefährte von Hans-Jürgen Döring.

Neben kurzen Reden auf den Politiker Hans-Jürgen Döring von Weggefährten wir Birgit Pelke und Heiko Gentzel soll in der Veranstaltung vor allem auch der Dichter zu Wort kommen. Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Politikerinnen und Politiker, Freundinnen und Freunde von Hans-Jürgen Döring lesen Gedichte und Prosa aus seinem schriftstellerischen Werk.

Musikalisch begleiten werden die Veranstaltung Lorenz Hunold und Ritchie Barton. Die freie Journalistin Blanka Weber führt durch die Veranstaltung.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Adresse:

Thüringer Landtag
Plenarsaal
Jürgen-Fuchs-Straße 1
99096 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Erfurt · Mittwoch, 16.08. von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Seit 2012 leitet Prof. Dr. Reinhard Schramm den Landesverband der Jüdischen Gemeinde mit ca. 800 Mitgliedern. Der größte Teil von ihnen stammt aus Osteuropa. Es sind Menschen, die aus Weißrussland, der Ukraine, Russland oder dem Baltikum bereits in den 90er Jahren nach Thüringen kamen. Menschen mit jüdisch-deutschen Wurzeln, auf der Suche nach neuen Perspektiven, Hoffnungen und einer neuen Existenz. Heute erleben wir die Integration der 2. und 3.Generation. Es gibt Bar Mizwa / Bat Mizwa - Feiern und jährlich u.a. das große Chanukka-Fest der Gemeinde mit vielen Gästen der Politik, des öffentlichen Lebens und anderer Religionen. Es ist ein Anliegen von Reinhard Schramm, auch den interreligiösen Dialog in Thüringen voran zu bringen. Ob Juden, Christen, schiitische oder sunnitische Muslime, die Gemeinde der Bahá'i, der russisch-orthodoxen Gläubigen - es gibt viele Religionen, die hier nebeneinander existieren und vom Recht der freien Ausübung des Glaubens Gebrauch machen.

Reinhard Schramm, geboren 1944, gehört zu den wenigen jüdischen Familien, die nach dem Holocaust in Deutschland geblieben sind. Seine Großmutter kam im KZ Ravensbrück ums Leben. Auch Tanten und Onkel mütterlicherseits hat er nie kennengelernt. Seine Mutter war Jüdin, sein Vater weigerte sich trotz der Aufforderung, als Nichtjude die Scheidung von seiner Ehefrau einzureichen. Diese Haltung rettete auch dem Sohn das Leben. Wie es ist, ungerecht behandelt zu werden, vertrieben, ausgemerzt und immer wieder Schikanen ausgesetzt zu sein, das beschäftigt ihn sein Leben lang. "Hätte es das Land Israel zehn Jahre früher gegeben, so wären Millionen Menschen am Leben geblieben."

Als es am 20. April 2000 zu einem Brandanschlag auf die Erfurter Synagoge kam, gab er sein Buch "Ich will leben" mit Erinnerungen seiner Familie heraus. Ein Buch, das vor allem an seine wunderbare, mutige Großmutter erinnert. Er erinnert heute an sie, wenn er einmal im Monat mit Jugendlichen in einer Thüringer Haftanstalt ins Gespräch kommt. Er klemmt sich das Buch unter den Arm, nimmt Platz in einem Raum und schaut in die Gesichter der jungen Männer - allesamt mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, oft aus rechtsextremistischen oder gar antisemitischen Beweggründen. Warum macht er das kontinuierlich seit Jahren? Er schaut auf und sagt in die Runde:

"Bildung hilft auch gegen Rechtsextremismus. Das ist der Hauptgrund, warum ich hier bin bei Ihnen. Ich denke, es ist nicht umsonst. Diese Zeit damals wird sich so nicht wiederholen, nicht auf gleiche Weise, aber ich möchte auch nicht, dass sich Ähnliches wiederholt." - es sind klare Ansagen, klare Beweggründe eines Mannes, der sich seit Jahrzehnten engagiert, zum einen in der Jüdischen Landsgemeinde und zum anderen in der Politik. Reinhard Schramm ist Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat Ilmenau.

Als 2015 viele Geflüchtete, vor allem Muslime, nach Deutschland kamen, hoffte auch er, dass für jüdische Menschen keine neuen Konflikte entstehen würden. So kam es auch, vor allem auch, weil Reinhard Schramm immer wieder das Gespräch sucht und Dialog bietet. Thüringen auf dem Weg zu einem modernen Bundesland, interreligiös und interkulturell orientiert - genau das zu schaffen, ist auch Anliegen von Reinhard Schramm. Das Judentum hat darin seinen festen Platz.

Wir wollen mit unserem Gast reden - über seine Familiengeschichte, über Politik, Juden in der Gesellschaft und über den Wunsch nach einer höheren Frauenquote im eigenen Vorstand der Jüdischen Landesgemeinde.

Wegen des eingeschränkten Platzangebots in unserem Kellergewölbe bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 10. August 2017.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Erfurt · Samstag, 12.08. 14:00 Uhr bis 13.08. 15:00 Uhr · Seminar

Kompetenztraining für das eigene Engagement

Es reicht nicht, etwas zu sagen zu haben! Wir müssen unsere Stimme auch entsprechend einsetzen, um uns im gesellschaftspolitischen und im beruflichen Alltag zu behaupten. Dazu gehört auch, in schwierigen Situationen souverän zu bleiben. Das zweitägige Seminar orientiert sich speziell an den Bedürfnissen von Frauen, die sich gesellschaftlich engagieren.

Seminarleiterin und Trainerin: Christiane Keller-Zimmermann, Diplom-Psychologin

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Neudietendorf · Freitag, 04.08. 16:00 Uhr bis 11.08. 14:30 Uhr · Konferenz

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Innovative Wirtschaftspolitik – gute Arbeit

Wir leben in unruhigen Zeiten: Klimawandel und Umweltzerstörung; Krise der Europäischen Union und Aufstieg des Rechtspopulismus; Wohlstandskonzentration und Prekarisierung, Steuerflucht und Jugendarbeitslosigkeit – die Gegenwart steckt in der Krise.

Die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen verlangen auch Antworten von den Wirtschaftswissenschaften. Doch die vorherrschende ökonomische Lehrmeinung zeigt sich weithin unbeeindruckt.

Anstatt kluge Konzepte und neue Ideen zu entwickeln, beackern Ökonom_Innen emsig die intellektuellen Themenfelder der vergangenen Jahrzehnte: Wachstum und Produktivität, Effizienz und Rationalität, Gleichgewichte und exogene Schocks. Die drängenden Fragen unserer Zeit bleiben unbeantwortet: Endliche Ressourcen, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, globale Machtstrukturen, Modelle eines guten Lebens.

Das möchten wir ändern. Und deshalb gibt es die Sommerakademie. Wir wollen über den Tellerrand schauen und den Blick weiten für andere und neue Perspektiven auf Ökonomie. Wir wollen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Fachrichtungen und Sichtweisen miteinander ins Gespräch bringen und gemeinsam den Blick schärfen für die in der Wirtschaftswissenschaft oft verschwiegenen Grundlagen und Grenzen der neoklassischen Theorie. Denn die Welt ist vielfältiger, als eine Theorie allein es fassen kann.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.exploring-economics.org/de/sommerakademie/

Adresse:

Zinzendorfhaus
Zinzendorfplatz 3
99192 Neudietendorf

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Saalfeld · Mittwoch, 21.06. von 16:00 Uhr bis 21:00 Uhr · Workshop

Bildung für die Zukunft – die Zukunft der Bildung

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Liebe soziale Akteure im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt,

die Friedrich-Ebert-Stiftung möchte Sie im Rahmen des Projektes "NETZ Werkstatt für Integration" sehr herzlich zu der oben genannten Veranstaltung einladen.

Der Workshop richtet sich an alle haupt- und ehrenamtlichen Akteure im Landkreis, die sich für geflüchtete Menschen engagieren. Das Ziel des Workshops ist es, Ihre Arbeit als haupt- und ehrenamtlicher Akteur zu stärken. Wir laden Sie zu einem Austausch ein, um gemeinsame Herausforderungen zu identifizieren und zu reflektieren. Mit welchen Krafträubern haben wir es im alltäglichen Handeln zu tun? Wie können wir trotz der Herausforderungen gut im Handeln bleiben? Was gibt uns Kraft? Welche Kraftquellen oder stabile Zonen habe ich und wie kann ich sie sinnvoll für mich nutzen? Wie entwickeln wir uns und unsere Arbeit weiter? Im Anschluss möchten wir den Nachmittag gemeinsam mit Ihnen bei einem gemütlichen Abendessen und Beisammensein ausklingen lassen.

Vorbereitet und moderiert wird diese Veranstaltung von Dagmar Bode, kommunale und regionale Prozessbegleiterin und Julia Burgold, Humangeographin und Regionalplanerin.

Über eine zahlreiche Teilnahme und einen angeregten Austausch würden wir uns sehr freuen und bedanken uns an dieser Stelle bereits für Ihr Engagement als aktive soziale Akteure für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Adresse:

Bildungszentrum Saalfeld
Bahnhofstraße 6a
07318 Saalfeld

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)