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Unsere letzten 5 Veranstaltungen

Berlin · Heute 08:00 Uhr bis 23.03. 21:00 Uhr · Diskussionsforum

Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung

Politik für junge Leute – Politik mit jungen Leuten

Trotz ihres vergleichsweise späten Beginns und ihrer kurzen Dauer, bewirkte die deutsche Kolonialpolitik massive Einschnitte und Veränderungen in den okkupierten Regionen. Mit seiner rassistisch motivierten Kolonialpolitik trug das Deutsche Reich zur jahrhundertelangen Geschichte der europäischen Ausbeutung und Unterdrückung Afrikas bei. Erst im vergangenen Jahr hat Deutschland die Massaker deutscher Truppen an den Nama und Herero 1904 im heutigen Namibia offiziell als Völkermord anerkannt. Aber steht die späte Einsicht für einen nachhaltigen Perspektivwechsel oder prägt hegemoniales und latent rassistischen Denkens auch heute noch den deutschen Umgang mit afrikanischen Kulturen?

Geht es wirklich um Wiedergutmachung und um eine Begegnung auf Augenhöhe, wie uns die aktuelle Politik hoffen lässt oder dominieren auch heute noch ökonomische Interessen und Ausbeutungsverhältnisse die deutsch-afrikanischen Beziehungen? Die gegenwärtigen Migrations- und Fluchtbewegungen von afrikanischen Ländern nach Europa machen die globalen Zusammenhänge besonders deutlich: Soziale und politische Ausgrenzung sowie wirtschaftliche Krisen in Afrika haben auch konkrete Folgen für Deutschland und Europa.

Bis heute hat der deutsche Kolonialismus nicht nur auf die ehemals kolonisierten Gesellschaften, sondern auch auf die hiesigen Denk- und Gesellschaftsstrukturen umfassende Auswirkungen und prägt somit auch die Willkommens- und Integrationskultur in Deutschland und Thüringen.

Mit diesen Fragen wollen wir uns im Rahmen einer zweitägigen Exkursion nach Berlin kritisch auseinandersetzen.

Nach der Führung durch die Sonderausstellung "Deutscher Kolonialismus. Fragmente seiner Geschichte und Gegenwart" im Deutschen Historischen Museum diskutieren wir mit dem Verein Berlin Postkolonial über die Nachwirkungen der Kolonialpolitik und entdecken postkoloniale Spuren im Berliner Stadtbild.

Am nächsten Tag treffen wir uns in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, wo wir zuerst über die Auswirkungen deutscher Politik in Namibia sprechen und anschließend einen kritischen Blick auf die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen afrikanischen Ländern und der EU werfen wollen. Außerdem lernen wir die Aufgaben und Ziele der Friedrich-Ebert-Stiftung in den afrikanischen Ländern kennen.
Am Nachmittag begleiten wir das Team des Afrika-Referats der FES zum Gesprächskreis "Afrika" der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag zum Thema "Die Staaten Afrikas als globale Partner".

Die Exkursion findet statt am 22. - 23. März 2017.

Wir starten zusammen um 8.00 Uhr mit einem Bus am Erfurter Hauptbahnhof und kommen am 23. März gegen 21.00 Uhr zurück.

Für Unterkunft und Verpflegung sorgen wir, bitten dich aber um einen Teilnahmebeitrag in Höhe von 25€.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Eisenach · Samstag, 18.03. von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Männer und Frauen in Deutschland erhalten in vielen Fällen noch immer nicht den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit. Laut Statistischem Bundesamt beträgt der geschlechtsspezifische Entgeltunterschied derzeit 21 Prozent. Bei gleichem Stundenlohn ergeben sich daraus umgerechnet 77 Tage, die eine Frau "um-sonst" arbeitet. Der Equal Pay Day, welcher in Deutschland seit 2008 auf diese Lohnlücke aufmerksam macht, markiert mit dem Datum des 18. März diese 77 Tage seit dem Jahresbeginn symbolisch.
Das Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung präsentiert die kabarettistische Spielszene "Wettkampf um die Welt" als Straßentheaterperformance auf dem Marktplatz in Eisenach. Die Aktion findet in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Frauen sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Eisenach statt. Die Szene greift die geschlechterspezifischen Unterschiede in den Lebensläufen von Männern und Frauen auf und verpackt sie satirisch in einem Sportwettkampf. Hierbei gehen ein Mann und eine Frau stellvertretend für ihre Geschlechter an den Start und probieren sich in der Disziplin "Karriere machen". Wer wird am Ende die Nase vorne haben?
Selbst aktiv werden können Sie beim Gehalts-Memory. Welcher Beruf verdient was? Werden die Arbeitenden angemessen bezahlt? Welche Unterschiede gibt es bei der Bezahlung von Männern und Frauen? Decken Sie auf, welche Arbeit wie entlohnt wird und wie Sie die Arbeit entlohnen würden.

Der Stand wird begleitet von:
Heidrun Sachse, Vorsitzende der ASF Thüringen
Ulrike Quentel, Gleichstellungsbeauftragte Eisenach
Arbeitskreis Frauen Eisenach

Darsteller_in der Satirischen Spielszene:
Paulina Gebhardt
Tim Röder
Fabian Hagedorn

Sie sind herzlich eingeladen.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Erfurt · Dienstag, 14.03. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr · Diskussionsforum

Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung

Kultur, Medien und Zeitgeschichte

Am 15. Juli 2016 versuchten Teile des Militärs erfolglos die türkische Regierung zu stürzen. Fast 90.000 Verdächtige wurden bis heute wegen mutmaßlicher Beteiligung an den Putschplänen oder angeblicher Unterstützung der Bewegung um den Prediger Fethullah Gülen verhaftet. Als Reaktion auf den Putschversuch rief Präsident Recep Tayyip Erdogan den Ausnahmezustand aus. Dieser wurde seitdem mehrmals verlängert und ermöglicht es dem Präsidenten weitgehen per Dekret durch zu regieren. Mittels Ausnahmezustandsverordnungen wurden zahlreiche Medien, darunter auch die Tageszeitung Özgür Gündem und die Nachrichtenagentur DIHA geschlossen und zahlreiche Journalist_innen inhaftiert. Menschenrechtler bemängeln, nicht nur Journalist_innen, sondern sämtliche Kritiker der Regierung würden unter Druck gesetzt. Die Immunität der Abgeordneten der Kurdenpartei HDP im türkischen Parlament wurde aufgehoben und der Kurdenkonflikt in der Türkei eskalierte von neuem.

Die Motive für Erdogans Handeln waren und sind dabei vor allem innenpolitischer Natur. Sein Ziel ist die Errichtung eines autoritären Präsidialsystems. Die dazu notwendige Verfassungsänderung sollen die türkischen Bürger_innen am 16. April in einem Referendum befürworten.

Auch der außenpolitische Kurs der Türkei beunruhigt. Die Beziehungen zur EU sind angespannter denn je - die Beitrittsverhandlungen sind eingefroren. Der Flüchtlingspakt besteht noch, droht aber immer wieder von Seitens der Türkei zu platzen. Um die Sezession der eigenen Kurden vorzubeugen, sieht sich Erdogan gezwungen auch im südlichen Nachbarstaat eine syrische Kurdenregion zu verhindern. Wohin steuert die Türkei im Jahr 2017 - innenpolitisch wie außenpolitisch? Quo vadis, Türkei?

Begrüßung
Eva Nagler, FES

Vorträge von
Sezer Idil Gögüs, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut, Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Baha Güngör, ehemaliger Leiter der türkischen Redaktion der Deutschen Welle

und Diskussion mit
Carsten Schneider, MdB, Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag

Sie sind herzlich zur Veranstaltung und gemeinsamen Diskussion eingeladen.

Adresse:

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Thüringen
Nonnengasse 11
99084 Erfurt
Tel. 0361-59802-0, Fax 0361-59802-10

Ansprechpartner:

Eva Nagler (erfmail@fes.de)

Erfurt · Montag, 13.03. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

Mit dem Forum Soziale Gerechtigkeit leistet das Landesbüro Thüringen der Friedrich-Ebert-Stiftung mit regelmäßigen Fachdebatten einen Beitrag zur sozialdemokratischen Wertediskussion in Thüringen. Was mit dem Begriff Soziale Gerechtigkeit gemeint ist, erscheint auf den ersten Blick klar:
Die immer stärkere Ungleichverteilung von Einkommen und vor allem Vermögen; Löhne, die nicht zum Leben reichen; Renten auf Hartz-IV-Niveau nach einem Leben voller Arbeit; mangelnde Bildungschancen für Kinder aus ärmeren Familien … Aber wenn das so klar ist, warum gibt es dann bei der Umsetzung sozial gerechter Politik, immer wieder philosophische und ideologische Grundsatzdebatten?

Impulse von und Diskussion mit:
Dr. Hans-Joachim Sellnick, Richter am Sozialgericht Nordhausen
Dr. Peter Bartelheimer, Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen e.V. (SOFI)
Andreas Kemper, Publizist und Soziologe
Katja Weitzel, Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen
Kirsten Joachim Breuer, Zweiter Bevollmächtigter IG Metall Erfurt und Nordhausen

Moderation: Blanka Weber, Freie Journalistin

Adresse:

Haus Dacheröden
Anger 37
99084 Erfurt

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)

Eisenach · Freitag, 10.03. von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr · Vortrag und Diskussion

Gerechte Gesellschaft – Moderner Staat

"Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter." Diese Worte von August Bebel sind weit mehr als 100 Jahre alt und trotzdem höchst aktuell. Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen: Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Entwicklung der Demokratie bestimmen die Debatten und erfordern Antworten.
Im Herbst 1989 kämpften viele starke Frauen gemeinsam mit Männern für die Freiheit. Sie wollten Demokratie, Frieden und die freie Entfaltung der individuellen Persönlichkeit. Die soziale Gleichstellung war damals für viele kein Thema. Bald folgten Ernüchterung und Resignation: Viele Frauen mussten erkennen, dass Freiheit nicht gleichbedeutend mit sozialer Unabhängigkeit ist. Das Recht auf Arbeit und Bildung gehört im 21. Jahrhundert. noch immer zu den Zielen, für die die ersten Frauenrechtlerinnen schon im 19. Jahrhundert. eintraten. Der Frauentag 2017 bildet den Anlass, die gegenwärtige Situation von Frauen zu betrachten und darüber nachzudenken, wie die Gleichstellung der Geschlechter tatsächlich verwirklicht werden kann.

Sie sind herzlich zur Veranstaltung und gemeinsamen Diskussion eingeladen!

Adresse:

Gedenkstätte "Goldener Löwe"
Marienstraße 57
99817 Eisenach

Ansprechpartner:

Paul Pasch (erfmail@fes.de)