Veranstaltungen am Mittwoch, 04.05.2011
Aus der Krise nichts gelernt? Die internationale Finanzmarktordnung und Vorschläge zu ihrer Regulierung
Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung
Eine kurze Zeit schien die Revolution möglich: Als das große US-amerikanische Bankhaus "Lehman Brothers" zusammenbrach, die deutsche Hypo Real Estate und andere, sogenannte "systemrelevante" Banken in ganz Europa wankten, schien eine internationale Finanzmarktregulierung zum Greifen nahe. In politischen Spitzengremien wie auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh wurde gefordert, kein Finanzprodukt und keinen Finanzmarkt mehr unbeaufsichtigt zu lassen, Aufsichtsbehörden echte Sanktionsmittel zu übertragen und etwa mit einer Transaktionssteuer die Finanzmärkte an den Kosten für ihre Regulierung zu beteiligen.
Viel war damals zu hören vom Primat der Politik gegenüber der Wirtschaft und tatsächlich sind einige Regelungen in Deutschland und weltweit erlassen worden. Viele in der Krise diskutierte Regelungen für den internationalen Finanzmarkt sind jedoch niemals in Kraft getreten.
Während die Realwirtschaft nach der Krise wieder Zuwächse verzeichnet und die Finanzwirtschaft bereits wieder große Gewinne erzielt, stellt sich für die Bürger/innen die Fragen, wie sicher und sinnvoll die gegenwärtige internationale Finanzmarktordnung heute ist, ob eine Krise wie 2008/9 wieder eintreten könnte, welche Aufsichtsmechanismen sinnvoll wären. Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt herzlich zu einem Diskussionsforum über die internationale Finanzwirtschaft und politische Überlegungen ihrer Regulierung ein.
Adresse:
Friedrich-Schiller-Universität
Hörsaal 9
Ernst-Abbe-Platz
D-07743 Jena
Ansprechpartner:
Dietmar Molthagen ([email protected])
Gebühr:
keine
Anmeldung
Umsetzung, Erfolge, offene Fragen - Ein Jahr nach der Verabschiedung des neuen Kindertagesstättengesetzes
Bildung für die Zukunft – die Zukunft der Bildung
Ende April 2010 wurde das neue Thüringer Kindertagesstättengesetz verabschiedet. Der damalige Landtagsbeschluss war das vorläufige Ende einer langen parlamentarischen und außerparlamentari-schen Auseinandersetzung um frühkindliche Bildung im Freistaat. Unter anderem gab es seit 2005 die "Initiative für eine bessere Familienpolitik", die ein Volksbegehren in diesem Politikbereich initiierte.
Eine der Forderungen dieses Volksbegehrens war die Schaffung von 2400 Erzieher/innenstellen. Diese Forderung wurde mit dem Gesetz beschlossen, ebenso wie ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem ersten Geburtstag.
Mit dieser Veranstaltung wollen wir eine Zwischenbilanz des Gesetzes ziehen:
Was hat sich seitdem verbessert?
Wie sieht die Personalsituation aus?
Ist die Finanzierung gesichert?
Wie steht es um die Qualifikation und Fortbildung der Erzieher/innen?
Welche Schritte müssen zur Umsetzung noch getan werden?
Wir laden Sie ein, mit uns über diese und andere Fragen ins Gespräch zu kommen!
Adresse:
Kleine Synagoge
An der Stadtmünze 4
99084 Erfurt
Ansprechpartner:
Severin Schmidt ([email protected])
Gebühr:
keine
Anmeldung
