Veranstaltungen am Mittwoch, 04.05.2011
Reihe Gute Arbeit: Die Folgen der Arbeitnehmerfreizügigkeit in der EU für den Thüringer Arbeitsmarkt
Innovative Wirtschaftspolitik – gute Arbeit
Internationaler Dialog, Europäische Einheit und Globalisierung
Gute Arbeit für Thüringen
Der "Tag der Arbeit" wird in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung haben: Ab dem 1. Mai gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa. Das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union dürfen ohne besondere Arbeitserlaubnis in einem anderen EU-Land erwerbstätig sein. In Deutschland galten bislang Übergangsfristen für Arbeitnehmer/innen aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.
Diese Sonderregeln laufen nun aus. Was aber bedeutet dies für den deutschen Arbeitsmarkt? Wie viele Zuwanderer kommen und wo sie arbeiten werden, ist noch völlig ungewiss. Die Bundesagentur für Arbeit hält eine Zahl von jährlich 100.000 bis 140.000 Arbeitskräften aus Osteuropa für realistisch. Doch die verschiedenen Prognosen ergeben kein eindeutiges Bild, Hoffnungen wie Sorgen sind vielfältig. Befürchten einerseits sowohl Gewerkschafter als auch Arbeitgeber Lohndumping, Wettbewerbsverzerrung und die Verdrängung deutscher Arbeitsplätze, hofft andererseits etwa die Pflegebranche auf die Minderung des bevorstehender Fachkräftemangels durch qualifizierte Alten- und Krankenpfleger/innen aus Polen und Tschechien.
Wie muss die Politik nun auf die neue Situation am Arbeitsmarkt reagieren? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die viel diskutierten Leiharbeitsfirmen? Und was bedeutet die Arbeitnehmerfreizügigkeit für die seit Jahren laufende Debatte über einen flächendeckenden Mindestlohn? Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Debatte über diese und weitere Fragen zu beteiligen und mit den Referent/innen zu diskutieren!
In Kooperation mit dem DGB Thüringen.
Adresse:
Kleine Synagoge
Stadtmünze 5
99084 Erfurt
Ansprechpartner:
Severin Schmidt ([email protected])
Gebühr:
keine
Anmeldung
