Veranstaltungen am Mittwoch, 04.05.2011
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland: Vorstellung der Studie "Die Mitte in der Krise"
Starke Demokratie – engagierte Demokrat/innen
Wie zufrieden sind Sie mit unserer Demokratie? Für wie leistungsfähig halten Sie unser politisches System? Und für wie wichtig halten Sie es, sich politisch zu engagieren? Die wirtschaftliche Krise hat erkennbar auch die Krise der repräsentativen Demokratie verschärft. Über 90% der Bevölkerung sehen weder einen Sinn darin, sich politisch zu engagieren, noch haben sie das Gefühl, Einfluss auf die Regierung nehmen zu können.
Dieses Ergebnis stammt aus einer bundesweiten Befragung der Universität Leipzig im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bereits zum dritten Mal haben die Wissenschaftler Menschen nach ihren politischen Einstellungen befragt und dabei neben einer kritischen Distanz zur Demokratie auch Zustimmung zu fremdenfeindlichen, antisemitischen und national-chauvinistischen Aussagen ermittelt.
Somit ist Rechtsextremismus kein Phänomen am "Rand" der Gesellschaft, sondern rechtsextreme Einstellungen treten auch in der Mitte der Gesellschaft auf: In Ost und West, bei Frauen und Männern, in allen Altersgruppen, bei Anhängern von demokratischen Parteien, Kirchen und Gewerkschaften.
Neben den reinen Ergebnissen geben die Macher der Studie auch Hinweise auf mögliche Ursachen für die Entstehung rechtsextremer Einstellungen. Somit bietet die Studie eine gute Ausgangsbasis, um über politische Handlungsmöglichkeiten zur Stärkung von Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz nachzudenken, damit rechtsextremes Gedankengut nicht die Grundlagen der freien Gesellschaft anzugreifen vermag. Zur Vorstellung und Diskussion der Studie "Die Mitte in der Krise: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010" laden wir Sie herzlich ein!
Adresse:
Hotel am Schloss
Jenaer Straße 2
99510 Apolda
Ansprechpartner:
Dietmar Molthagen ([email protected])
Gebühr:
keine
Anmeldung
